Videomitschnitte

Livemusik zum Nachhören

Die Chursächsische Philharmonie und das König Albert Theater präsentieren an dieser Stelle Konzerte als Theatermomente aus dem König Albert Theater Bad Elster, um Sie für einen Besuch bei uns zu inspirieren!

Außerdem haben Musiker*innen der Chursächsischen Philharmonie auf ganz persönliche Art und Weise verschiedene Stücke als „Hausmusik per Post“ auf unserer Youtube-Präsenz online gestellt.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

Musik für Sie - Zu Ehren des »King of Ragtime«

Wir spielen Musik in den Zeiten der Stille: Zum 153. Geburtstag von Scott Joplin veröffentlichen wir seine beiden Ragtime-Nummern »Wall Street Rag« und »The Strenuous Life«, gespielt 2017 von den Chursächsischen Streichersolisten. Ersteres Werk entstand im Jahre 1909 und verarbeitet seine Eindrücke in der als »Panic at 1907« bekannten US-Finanzkrise. Daran anschließend gibt es mit der Komposition »The Strenuous Life« (Das anstrengende Leben) eine Komposition, die sich wahrscheinlich auf eine Rede des späteren US-Präsidenten Theodore Roosevelt aus dem Jahr 1899 bezog. In dieser Rede erklärte Roosevelt die enormen Anstrengungen der Bevölkerung zur Überwindung großer Herausforderungen der Zeit zu wichtigen Idealen, die zur Verbesserung der Gesellschaft und der ganzen Welt im 20. Jahrhundert führen... Wie passend!

Fantasievoller Marsch mit dem Elsteraner Musikdirektor

Mit dieser Videoveröffentlichung »Von Haus zu Haus« marschieren wir fantasievoll gen Pfingsten: Diese »Marsch-Fantasie« des berühmten Elsteraner Musikdirektors Christoph Wolfgang Hilf versprüht dabei eine vielfältig instrumentierte Dynamik, die nicht nur auf die blühenden Königlichen Anlagen Bad Elsters verweist, sondern auch die kommenden Öffnungshorizonte musikalisch bebildert... Christoph Wolfgang, Hilf!

Beethoven für Napoleon!

Wie kaum eine andere historische Figur hat der Kaiser der Franzosen die europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt. Anlässlich des 200. Todestages des streitbaren Staatsmanns veröffentlichen wir daher die ersten beiden Sätze aus Beethovens 3. Symphonie »Eroica«, die er selbst ursprünglich als »geschrieben für Buonaparte« bezeichnete; später wich die Bewunderung jedoch der Enttäuschung, und die Zuschrift wurde getilgt. Die Aufnahme entstand am 3. Oktober 2020 - beim letzten live musizierten Symphoniekonzert der aktuellen Spielzeit 2020/2021. Der Kopfsatz des Allegro con brio ist hier ungeheuerlich und die Arbeit ist noch gewaltiger, da sie sich auf derart klares Melodienmaterial und leicht fließende Phrasen stützt. Der zweite Satz als Marcia funebre überrascht als Trauermarsch mit einer fühlbaren Schmerzlichkeit (die nie zur Sentimentalität gerät), was als Klangbild den 200. Todestag Napoleons, aber auch die Erinnerung an unsere Liveatmosphäre in Bad Elster passend unterstreicht.

Tänze aus Galanta zum Welttag des Tanzes

Zum Welttag des Tanzes am 29. April veröffentlichen wir in unserer Videoreihe Zoltán Kodály's »Tänze aus Galanta«, welche zu Ehren des 1853 gegründeten Budapester Philharmonischen Orchester geschrieben worden sind. Die fünf ineinander übergehenden Teile besitzen eine volksliedhafte Grundstimmung. Nach einem ruhigen Anfangsteil mit großem Klarinettensolo schreitet das Tempo zügiger voran, steigert sich weiter, um dann wieder etwas verhaltener zu werden. Gegen Ende werden die Tänze immer schneller, Klarinette und Flöte musizieren eine virtuose Kadenz, die zum kraftvollen Schlussteil führt und uns in den Zeiten der Stille zumindest innerlich tanzen lässt...

Musikalisches Elsternest zum Kindergartentag

Unser Beitrag zum Internationalen Kindergartentag: In Bad Elster befindet sich mit dem »Elsternest« einer der beliebtesten Kindergärten im Oberen Vogtland. Aus diesem Grund lassen wir Rossinis »Diebische Elster« aus unserem Videoarchiv steigen und eine Runde zu Ehren aller Kindergärten drehen, in den Schwingen der Musik dieses reizenden und mitreißenden Klassikers - Denn wie jeder schöne Garten ist auch ein Kindergarten ein Ort des blühenden und farbenfrohen Lebens!

Ein Concerto Grosso zu Ehren Händels

In unserer Videoreihe 2021 gedenken mit dieser Veröffentlichung dem 262. Todestag des großen Georg Friedrich Händel und einer Aufnahme seines Concerto Grosso op. 3 Nr. 2, welches aus Anlass der Vermählung von seiner »Meisterschülerin« und späteren Gönnerin Prinzessin Anne von Großbritannien mit dem Prinzen Wilhelm IV. von Oranien entstand und während der Hochzeitsfeierlichkeiten am 25. März 1734 erstmals aufgeführt wurde. Dabei musizierten wir - quasi als historischen Klang der Epoche Sachsen-Polens - gemeinsamen mit unseren Freund*innen des Wrocław Barock Orchester, als barocke Klanggemeinschaft im Herzen Europas.

Ein Walzer zum Weltgesundheitstag!

Passend zum Weltgesundheitstag 2021 veröffentlichen wir in unserer Videoreihe den Strauß-Walzer »Die ersten Curen«, welcher für den Medizinerball des Jahres 1862 im Wiener Sofien-Saal komponiert wurde. Denn schon damals war der Medizinwelt bewusst, dass auch Musik die Gesundung unterstützt, was bekanntlich auch in Bad Elster seit jeher praktiziert wird. Dabei ist Bad Elster als Kultur- und Festspielstadt heute auch ein verbindendes Zentrum der europäischen Bäderregion, was die musikalische Verschmelzung im Gemeinschaftsklang des EUCHESTRA EGRENSIS immer wieder unterstreicht. Lebendige Kultur und Gesundheit im Herzen Europas - gerade und um so mehr im Jahre 2021 - Darauf einen Walzer in der Sehnsucht nach der Leichtigkeit, die uns gesunden lässt...

Chursächsischer Frühlingsdrang: 180 Jahre Frühlingssinfonie!

Als Geleit in die nahenden Ostertage und in den ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings feiern wir in unserer Videoreihe den 180. Jahrestag von Schumanns weltberühmter »Frühlingssinfonie«, da diese am 31. März 1841 vom Gewandhausorchester Leipzig unter Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt wurde. Eine poetische Anregung für diese Sinfonie lieferte u. a. ein kurzes Gedicht von Adolf Böttger, das mit den Zeilen endet: »O wende, wende deinen Lauf / Im Tale blüht der Frühling auf!« Obwohl Schumann selbst Programmmusik ablehnte, war die Inspiration durch den bevorstehenden Frühlings für sein op. 38 bedeutsam: »Könnten Sie ihrem Orchester beim Spiel etwas Frühlingssehnsucht einwehen, die hatte ich nämlich dabei, als ich sie schrieb«, teile Schumann dem Dirigenten der Berliner Hofkapelle, Wilhelm Taubert, zur dortigen Erstaufführung am 13. Februar 1843 mit. Ganz im Sinne dieser Frühlingssehnsucht, in der Hoffnung auf eine Wende in diesen Zeiten der Stille schenken wir Ihnen dieses Werk als vollen Frühling der Musik aus ihrem Bad Elster! Viel Vergnügen...

Ein Telemann für Telemann!

Nach dem gregorianischen Kalender jährt sich am 24. März 2021 der 340. Geburtstag von Georg Philipp Telemann. Aus diesem Grund veröffentlichen wir in unserer Videoreihe dessen Konzert für Flöte, Fagott und Orchester in F-Dur, welches sein berühmtes Motto »gib jedem Instrument, was es leyden kann« ganz besonders unterstreicht! Als Solisten brillieren die beiden Preisträger der 53. Int. Instrumentalwettbewerbe Markneukirchen 2018, Rute Fernandes (Flöte) und David Spranger (Fagott) die ihrerseits zeigen, wie toll Sie ihre Instrumente leiden können! In diesem Sinne: Alle Gute Georg Philipp!

Für ein Jahrhundert Astor Piazzolla!

Astor Piazzolla - der König des Tangos - wäre am 11. März 2021 100 Jahre alt geworden! Aus diesem Grund erinnern wir an den großen Meister mit einem Livemitschnitts seines wehmütigen »Adios Nonino« aus dem König Albert Theater, als eine Art musikalischen Sinnbilds und Hymne in der Stille dieser Zeit... Am Bandonéon glänzt der renommierte Solist Lothar Hensel, als einer der weltweit gefragtesten Bandoneónsolisten. Er spielte mit vielen renommierten Orchestern unter anderem mehrfach mit den Berliner Philharmonikern. Die Fachpresse ist immer wieder fasziniert von der Virtuosität und Ausdruckskraft seines Spiels - genauso wie wir und unser Publikum in Bad Elster!

Streichersinfonie mit Mendelssohn

Lange Zeit fristete sie mit ihren Geschwistern ein Schattendasein: Die Streichersinfonie Nr. 2 D-Dur, die der 12-jährige Mendelssohn zu »Übungszwecken« komponiert hatte. Genau vor 200 Jahren - wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 1821 - entstanden sieben dieser dreisätzigen und lediglich mit Streichern besetzten Sinfonien. Die musikalischen Vorbilder Bach und Mozart sind deutlich zu erkennen. Die Sinfonia II stellt im Allegro ein Thema unisono vor, welches in frühklassisch-polyphoner Manier mit raschen Notenwerten meisterlich ausgestaltet wird. An die spätbarocke „Sinfonia“ erinnern auch die Blockwiederholungen des ersten und zweiten Teils und die monothematische Anlage des Satzes. Ein sanftes Andante in der traditionellen Paralleltonart h-Moll, wieder delikat kontrapunktisch ausgeformt, bildet den ruhigen Mittelsatz der kleinen Sinfonietta. Für den Schlusssatz Allegro vivace greift Mendelssohn auf eine Art Gigue zurück – jenem raschen und hüpfenden, ursprünglich englischen Barocktanz, der die Vorform bildete für die schnellen Finalsätze im 6/8-Takt zur Zeit der Klassik.

Mit Mozart auf Meisterkurs!

Eigentlich hätten diese Woche unsere 8. Int. Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster stattgefunden, mit über 40 Schüler*innen aus vielen Nationen. Doch es ist still in den Übungsräumen... In Erinnerung an die wunderschöne Kurswoche 2020 und als Vorfreude auf die Kurse 2022 veröffentlichen wir daher heute Mozarts Es-Dur Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester aus dem Abschlusskonzert der Meisterkurse 2020. Als Solisten brillierten die beiden Nachwuchstalente Benjamin Günst (Violine) und Marvin Stark (Viola), welche im vergangenen Jahr mit dem Nachwuchspreis der Chursächsischen Philharmonie ausgezeichnet wurden. Zu den vielen Schönheiten dieses Werkes gehört gerade die Art, wie Mozart im Orchester auf die unterschiedlichen Soloinstrumente eingeht: bei gleichen Melodien wird die Bratsche von tiefen Streichern begleitet, die Violine von hohen ohne Bass. So wie sich die Soloinstrumente abwechseln, gibt es auch zwischen den Violinen und geteilten Bratschen des Orchesters einen subtilen Dialog, der sich zwischen den Bläserpaaren fortsetzt. Dies war Mozarts besonders feinsinnige Interpretation des Begriffs Sinfonia concertante.... Auf einen baldigen Dialog der Künste, in Bad Elster!

Konzertjubiläum mit Bach!

Im März 1721 - also genau vor 300 Jahren - hat Bach seine sechs Brandenburgischen Konzerte fertiggestellt. Das Zweite Brandenburgische Konzert F-Dur BWV 1047 ist bis heute eines der populärsten Konzerte dieser Reihe und entstand vermutlich zunächst als ein fünfstimmiges Konzert für vier Soloinstrumente und Continuo. Insgesamt bleibt Bachs Musik auch 300 Jahre später ein unerschöpflicher Quell aus Inspiration und Leidenschaft, was auch der helle und durchsichtige Gesamtcharakter dieses Concerto grosso beweist. Gemeinsam mit dem österreichischen Barocktrompeter Wolfram Gaisböck und dem renommierten Barockorchester Wrozław verabschieden wir so heute den Februar 2021 im hellem Glanz des nahenden Frühlings...

Zum Aschermittwoch: Spielfreude in grenzenloser Zuversicht

Zum Aschermittwoch 2021 präsentieren wir Ihnen Spielfreude in grenzenloser Zuversicht auf den nächsten Karneval im Herzen Europas! Unvollendet blieb Smetanas sinfonische Dichtung zum »Prager Karneval«, von der nur die Introduktion und Polonaise, entstanden 1882/83, überliefert sind.  Mit seinem letzten fertig gestellten Orchesterwerk beenden wir damit die Faschingszeit 2021 in Klangfreundschaft des EUCHESTRA EGRENSIS und unseren Freunden des Karlsbader Sinfonieorchesters - In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen...

Ein Faschingsspaß dank Hindemith!

Als kleinen Faschingsgruß präsentieren wir Ihnen 2021 mit Paul Hindemiths Repertorium für Militärmusik »Minimax« eine halbe Stunde großartigen musikalischen Humors voller Virtuosität: Charmant und kokett moderiert von KM Georg Stahl bringt Ihnen diese Parodiensuite illustre Stücke wie die Ouvertüre »Wasserdichter und Vogelbauer«, den Konzertwalzer »Löwenzähnchen an Baches Band« oder das Charakterstück »Die beiden lustigen Mistfinken« äußert unterhaltsam nach Hause - In diesem Sinne, in Bad Elster sagt man EFC Juchhé!

Zu Ehren eines Böhmen im Opernolymp!

Zum 240. Todestag des einflussreichen böhmischen Opernkomponisten Josef Mysliveček erinnern wir uns an die Aufführung seiner Ouvertüre zur Oper »L’Olimpiade« aus dem Jahr 2016. Die dazugehörige Oper wurde am 4. November 1778 in Neapel uraufgeführt und spiegelt damit die rasante musikgeschichtliche Entwicklung, die die Gattung Oper in der Mitte des 18. Jahrhunderts nahm, bevor sie mit Mozart ihren Zenit erreichte. Jener besuchte ihn auch im Krankenhaus, als ihm nach einer Infektion die Nase amputiert werden musste. Dies und eine gelähmte Gesichtshälfte führten dazu, dass der einstige Liebling der Gesellschaft rasch vergessen wurde und am 4. Februar 1781 einsam, arm und verschuldet in Rom starb. Davon ist ist in seiner Musik nichts zu spüren: Fanfarenartig rufen in C-Dur die Bläser zum Wettkampf, gesangliche Gegenthemen, aufbrausendes Crescendo, lebhaftes Sforzato, modulierende Synkopen – alle handwerklichen Kniffe nutzt Mysliveček, um pure Musizierfreude zu erzeugen, die bis ins Heute hallt... Viel Vergnügen!

Mozart am Mittwoch: Wir feiern seinen 265. Geburtstag!

Alles Gute Amadeus! Den 265. Geburtstag von Mozart feiern wir mit seiner berühmten »Haffner-Symphonie« in historischer Aufführungspraxis. Besonders passend klingt hier der dritte Satz, der in exponierter Form Festigkeit, Festlichkeit und feinste Grazie ausstrahlt, was nicht nur den Ehrentag, sondern auch Bad Elster als Kultur- und Festspielstadt musikalisch unterstreicht. Insgesamt zeigt dieses Werk aus dem Jahr 1782 aber vor allem die klangliche Lebens- und Musizierfreude, die Mozart zu komponieren vermochte - Diese Freude trägt uns bis zum nächsten Wiedersehen!

Ein Tanz für die Deutsch-Französische Freundschaft!

Im Hinblick auf den Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar feiern wir die Freundschaft beider Länder mit einer Sequenz aus dem französischen Ballettklassiker »Giselle« von Adolphe Adam. Das Libretto des Werks geht übrigens auf einen Text von Heinrich Heine zurück und der ausgewählte Pas de deux des bäuerlichen Paares aus dem 1. Akt stammt urspünglich vom deutschen Komponisten Friedrich Burgmüller, der später auch die französische Staatsbürgerschaft erhielt. Das Werk wurde in Bad Elster vom Nordböhmischen Opern- und Balletttheater Ústí nad Labem aufgeführt, was somit insgesamt die Kunst aus einem gemeinsamen Herzen Europas symbolisiert... Der Deutsch-Französische Tag findet jedes Jahr am 22. Januar statt, in Erinnerung an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages im Jahre 1963.

Nordischer Tanz zum St.-Knuts-Tag!

Am 13. Januar feiert man in Skandinavien den St.-Knuts-Tag als letzten Tag der Weihnachtszeit, an welchem traditionell die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt werden. Dies nehmen wir zum Anlass, um für Sie mit dem Tuba-Preisträger des 52. Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen 2016 zur Musik des norwegischen Klangschöpfers Edvard Grieg noch einmal um den Baum zu tanzen und damit ein kleines musikalisches Knutfest zu feiern. Viel Vergnügen!

»Gold und Silber Walzer« am Dreikönigstag

Am Dreikönigstag 2021 schenken wir Ihnen den beschwingten Walzer in »Gold & Silber« von Franz Lehár, der Ihnen als Gabe eine froh stimmende, glänzende Theatererinnerung im Klangbild des Königs der Silbernen Operettenära überreicht! Über die im Jahre 1902 veröffentlichte Komposition schrieb Musikwissenschaftler und Dirigent Max Schönherr: Eindeutig überwand Lehár mit den drei Walzerketten seines Walzers ‹Gold und Silber› […] die hüpfenden der Straußschen und die volkstümlich-derben der Ziehrerschen des vergangenen Jahrhunderts. Er erfand, nach achtzig Jahren weltumspannender Wiener Walzerrhythmen, etwas Neuartiges, Vibrierendes, das sich mehr in der Melodie und in der Harmonie ausdrückte, als wie bisher im vorherrschenden Rhythmus. (Quelle: NÖ Tonkünstler Betriebsgesellschaft m.b.H. | Eva Maria Hois unter: tonkuenstler.at)

Virtuoser Jahresabschluss mit Mozart!

Zum Jahresabschluss erinnern wir uns an das letzte Symphoniekonzert im König Albert Theater, vor dem 1. Lockdown, vor Corona am 7. März 2020: Beim großen Abschlusskonzert der 7. Int. Chursächsischen Meisterkurse erklang diese Symphonie, welche möglicherweise von Mozart um 1768 in Wien komponiert wurde. Für uns ist dieser Livemitschnitt 2020 ein ganz besonderer Blick zurück, welcher in besonderen Maße die Hoffnung auf ein bald wieder virtuos-musikalisches Jahr 2021 widerspiegelt. Wir wünschen viel Vergnügen und einen guten Rutsch... Kommen Sie gut rein, wir sehen uns!

250 - Wir feiern Beethoven digital!

Die ganze Welt feiert 2020 das große Beethoven-Jahr, anlässlich seines 250. Geburtstages. Auch wir gedenken seiner großen Kunst und präsentieren an seinem Taufftag den kompletten Live-Mitschnitt seines Konzerts für Klavier und Orchester in c-Moll op. 37, musiziert auf historischen Instrumenten unter der Leitung von GMD Florian Merz. Als Solist brilliert der international renommierte Pianist Tobias Koch, welcher das wundervolle Werk auf einem originalen, historischen Hammerflügel interpretierte. Das Werk wurde 1803 in Wien uraufgeführt. Mit großer klanglicher Geschlossenheit und einer neuartigen Verschmelzung von Solo- und Orchesterpart hob Beethoven hier quasi »seinen« Stil in der Gattung Klavierkonzert aus der Taufe und überführte ihn in die Romantik. Mit dieser Videopremiere wird die Chursächsische Philharmonie das große Jubiläum zumindest digital feiern, um den bedeutenden Komponisten zu ehren und das Publikum an seiner fulminanten Klangwelt teilhaben zu lassen.

Feierlicher Auftakt zur musikalisch-digitalen Weihnachtszeit!

Wir starten in die digital-musikalische Advents- und Weihnachtszeit mit Arcangelo Corellis »Weihnachtskonzert« g-Moll op. 6 Nr. 8, welches vor allem durch seine feierliche Ausdrucksgeste und harmonisch-klangliche Schönheit für sich spricht. Vor allem die »ad libitum« hinzugefügte Pastorale beendet hier ein Werk, dessen Klangbild vortrefflich die leuchtende Zeit der Weihnacht in all ihren heimlichen Momenten barock einfärbt - Viel Vergnügen!

Atlantik-Brücke in sächsisch-böhmischer Klanggemeinschaft

Am Vorabend von Thanksgiving schlagen wir eine Atlantik-Brücke in sächsisch-böhmischer Klanggemeinschaft des EUCHESTRA EGRENSIS: Mit Gershwins Tondichtung »Ein Amerikaner in Paris« in der Urfassung möchten wir allen Stätten der Liebe weltweit Danke sagen und gleichzeitig im Sinne des American Dream wieder einmal um den Globus reisen: Von Ozean zu Ozean, von Nord nach Süd, von West nach Ost, von den Bergen zu den Tälern und wieder zurück. Das wird mitreißend! Reisen Sie mit?

Konzertante Hoffnungsgedanken als feste Burg!

Der Buß- und Bettag geht bekanntlich auf die evangelische Tradition zurück, in bestimmten aktuellen Notständen einen solchen Tag zu nutzen, um die Menschen zu Umkehr und Gebet aufzurufen. Im Angesicht der derzeitigen Herausforderungen an uns alle, hat dieser Tag gewiss eine besondere Dimension... Als musikalische Brücke der Zuversicht in den Zeiten der Stille haben wir uns daher Carl Reineckes »Reformations«-Ouvertüre mit Variationen über »Ein‘ feste Burg« ausgesucht. Reinecke nutzt das Thema, um es im klassischen Stile – a la Haydn – zu variieren: In Geschwindigkeit, Charakter und Instrumentation. Schließlich endet das Werk festlich im Verbund des Luther-Chorales mit Händels »Halleluja« aus dessen »The messiah«. Vielleicht beten heute nicht mehr alle Menschen, aber in der Variation wohnt jedem Gebet auch ein starker Hoffnungsgedanken inne. Diesen Gedanken möchten wir damit musikalisch unterstreichen.

Karneval, ja du allerschönste Zeit!

Der 11.11. ist eigentlich ein Tag der Lebensfreude und Narrenfreiheit, schließlich wird er als Beginn der Karnevalssession oder Fastnachtskampagne gefeiert. Angesichts der aktuellen Situation kann dies 2020 gewiss nicht in gewohntem Maße geschehen, doch wir möchten auch in den Zeiten der Stille ein digitales Statement für Lebensfreude setzen, als Elixier der Heiterkeit und Zuversicht! Ausgesucht haben wir uns dafür die schwungvolle Eröffnungssequenz der Franz-Lehár-Operette »Der Graf von Luxemburg« mit dem Schlager »Karneval, ja du allerschönste Zeit« als Mitschnitt aus dem Jubiläumsjahr 2014 zu 100 Jahren König Albert Theater. Diese Nummer passt am 11.11. vorzüglich, um sich in der aktuellen Spielzeitpause auf die nächsten heiteren, opulenten und lebensfreudigen Abende im König Albert Theater zu freuen! EFC Juché ruft man in Bad Elster..!

Mit dem Stieglitz Richtung Himmel

Am Himmelfahrtstag wollten wir eigentlich unsere Open-Air-Saison im NaturTheater Bad Elster eröffnen, dies wird nun um ein Jahr verschoben. Trotzdem möchten wir heute die Natur mit einem Singvogel erklingen lassen. Die Flöte ist das Instrument, das am besten geeignet ist, um die gepfiffenen Klänge von Singvögeln nachzubilden. Die Preisträgerin des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen aus 2018 - Rute Fernandes - lässt für Sie in Vivaldis wundervollem Stieglitzkonzert die silbernen Trille, die süß gewürfelten Phrasen und sogar die klagenden Notizen des Vogels natürlich werden. Fliegen Sie so mit uns eine Runde durch die Lüfte der Musik, in Richtung Himmel... Viel Vergnügen!

In der Halle des Bergkönigs am Welttag des Tanzes!

Passend zum Welttag des Tanzes 2020 präsentieren wir Ihnen eine Sequenz aus unserem Festspielballett des Jahres 2018 zu Griegs weltberühmter Melodie in seiner ebenso weltberühmten Peer-Gynt-Suite zum Meisterwerk von Henrik Ibsen. In einer Phantasie taucht der namensgebende Peer Gynt in die »Halle des Bergkönigs« ein. Hier gibt eine große Menge von Troll-Höflingen, Gnomen und Kobolden und Peer Gynt erlebt eine traümerisch-spielerische Szenerie. Die besondere Musik in dieser besonderen Atmosphäre und Leichtigkeit, verbunden mit Tanz und Theater verdeutlich einmal mehr genau das, was wir in diesen Tagen so deutlich vermissen - Das Theater als Bühne der Phantasie, der Künste und des gemeinsamen Erlebens...

Musik des Glücks am Tag der Erde

Am 22. April feiert der Internationale Earth Day seinen 50. Geburtstag, der schon seit einem halben Jahrhundert das Leben im Einklang mit der Natur thematisiert. Mit dem heutigen ersten Satz von Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur möchten wir Ihnen zeigen, wie wichtig die Musik für die Natur des Menschen ist und somit den Einklang von Körper, Geist und Seele befördert. Das Konzert entstand 1878 auch im April, in Clarens am Genfer See. Für Tschaikowsky waren dies einige seltene Wochen glücklicher Zweisamkeit, die ihn in eine Hochstimmung versetzen: Der erste Satz versprüht bereits dieses fast schwerelose Glück in den Noten der Musik. Die drei Themen des Kopfsatzes werden hier fast plaudernd, elegant und strahlend verarbeitet. Ganz besonders strahlt hier bei uns die junge Nachwuchsgeigerin Lara Boschkor aus Kleve, die aufgrund Ihrer Leistungen bei unseren Chursächsischen Meisterkursen diesen Satz live mit Orchester in Bad Elster interpretieren durfte – Dieser Einklang war wirklich nachhaltig!

Im Paukenwirbel gegen die Stille mit Joseph Haydn

Unser Paukenwirbel gegen den Stillstand: Joseph Haydn, der als künstlerischer Vollender sowohl der Symphonie als auch des Streichquartetts in der Epoche der Wiener Klassik gilt, öffnet mittels der Symphonie »Mit dem Paukenwirbel« musikalisch die Tore zur bereits heraufdämmernden Romantik. Im Sinne dieses musikalischen Zeitenwechsels blicken wir nun auch nach vorn: Im berühmten Finalsatz Allegro con spirito erklingt so mit dem klassischen Hornquintruf ein Weckruf des heraufdämmernden Optimismus - der puren Lebensfreude. Rasant wird ein von den Streichern vorgestelltes zweites Thema variiert, dazu erklingen durch die Holzbläser stützende Akkorde. Achtelläufe, aufbrausendes Fortissimo mit allen Blechbläsern plus Pauken klingen gerade auf den hier verwendeten historischen Insrumenten der Klassik besonders »rassig« und die kaum ins Moll getrübte Es-Dur-Seligkeit zaubert Ihnen heute eine festliche Atmosphäre – Genau wie Sie es in Bad Elster gewohnt sind und ganz sicher auch bald wieder genießen können!

Mit Schubert für Italien

Als nächstes Konzertstück in den Zeiten der Stille möchten wir Ihnen die »Ouvertüre im italienischen Stile« von Franz Schubert präsentieren. Diese entstand im November 1817 zusammen mit ihrem Pendant, der Ouvertüre in C-Dur im italienischen Stil D.591. Beide Stücke reflektieren hier den Einfluss Rossinis, dessen Opern das Wiener Publikum zunehmend faszinierten. Erstere wurde dabei bei der Premiere von Kritikern für ihr »jugendliches Feuer« gelobt. Das eröffnende Adagio führt hier zu einem italienisierenden Thema, danach führen die Streicher das Hauptthema des Allegro giusto ein, das in seinem Verlauf direkt auf Rossini Bezug zu nehmen scheint. Mit dieser italienisch geprägten, lebensfreudigen Leichtigkeit möchten wir in diesen Stunden an die schweren Wochen Italiens gedenken und somit den österlichen Hoffnungsschimmer musikalisch unterstreichen.

Mit Bach in die Osternacht

Zu Beginn der diesjährigen Osternacht haben wir uns heute für Bachs »Magnificat« in authentisch-historischer Aufführungspraxis entschieden. Zwar wird diese Komposition eher zu weihnachtlichen Anlässen aufgeführt, doch ursprünglich hatte sie Bach in seiner Leipziger Amtszeit zu Mariä Heimsuchung am 2. Juli 1723 erarbeitet. Erst für eine Wiederaufführung am 1. Weihnachtstag fügte Bach einer Leipziger Tradition folgend vier weihnachtliche Einlagesätze hinzu. Mit den Worten »Magnificat anima mea Dominum« (»Meine Seele preist den Herrn«) beginnt auf Lateinisch der Lobgesang Marias. Wir möchten mit diesem choralem »Magnificat« im Klang der Stimmen musikalische Kerzen in der Osternacht anzünden – die uns in die österliche Freudenszeit geleiten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen: Frohe & gesegnete Ostern!  

Weber: Klangdichtung vorm Osterfest

Philharmonie in Zeiten der Stille - Part 3: Als nächsten Beitrag haben wir uns die Ouvertüre »Der Beherrscher der Geister« von Carl Maria von Weber ausgesucht. Ursprünglich hatte Weber das Werk für seine unvollendete Oper »Rübezahl« in den Jahren 1804/1805 komponiert. Als Konzertouvertüre war sie bei ihrer Veröffentlichung 1811 im Grunde bereits eine sinfonische Dichtung, wie sie erst später Franz Liszt oder Richard Strauss etablieren sollten. Damit besitzt sie eine Vorreiterrolle und zeichnet sich durch romantische Klangwellen aus, die große Tiefe erzeugen. Diese besondere Klangdichtung besitzt dabei so kurz vor dem Osterfest eine fesselnde Atmosphäre, die auf ganz eigene Weise eine Art musikalische Resonanzfläche im teilweise seltsam bis unwirklich anmutenden, öffentlichen Raum dieser Tage widerspiegelt. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

Voller Frühling mit Schumann

»Ich habe mir für unser Publikum den letzten Satz der Frühlingssinfonie von Robert Schumann ausgesucht, da in diesen Tagen und Wochen ja der Frühlingsanfang als natürlich-künstlerischer Jahreswechsel von den aktuellen Ereignissen überlagert wird. Doch gerade die dem Frühlingsanfang so explizit innewohnende Vorfreude führt ja in der künstlerischen Betrachtung zu zahlreichen Beispielen ungezwungener Lebensfreude, die in diesen Tagen eben auch sehr wichtig ist. Der ursprünglich für diesen Satz vorgesehene Untertitel lautete „Voller Frühling“ und genau das spürt man auch: Im Durchführungsteil schimmern und schauern, duften und leuchten ganztaktige Streicher- und Bläserakkorde, eine kleine Flötenkadenz geleitet die ersten Sonnenstrahlen ins Abendrot, bevor dann ein großartiger Schlussteil diese erste „richtige“ Symphonie des berühmten Zwickauers grandios beendet. Erlauben Sie mir noch einen besonderen „Fingerzeig“, weil die Sinfonie selber in enger Verbindung zur Orchestergeschichte Bad Elsters steht: Denn eine der prägendsten Persönlichkeiten der jungen »Königlichen Badekapelle« war ab 1851 der gebürtige Elsteraner Violinist Christoph Wolfgang Hilf, der das hiesige Orchester über 40 Jahre hinweg leitete und formte. Von 1838 bis 1842 verbrachte dieser seine Lehrjahre als Mitglied des Leipziger Gewandhausorchesters, wo auch Schumann auf ihn aufmerksam wurde. Im Jahre 1841 - kurz vor der Uraufführung seiner weltberühmten „Frühlingssinfonie“ – bat dieser den jungen Hilf, Fingersätze in die Violinstimmen einzutragen, was jener nur tat, weil der Gastgeber darauf bestand. Wie Hilf später stolz mitteilte, wurden seine Vorschläge beim Druck der Sinfonie beibehalten… Sie sehen, die Kultur aus Bad Elster hatte auch hier die Finger im Spiel!«

Stephan Seitz
Marketingdirektor
Chursächsische Philharmonie & Chursächsische Veranstaltungs GmbH Bad Elster

Beethoven als Brücke der Hoffnung

»Ich habe mir zur Premiere unserer musikalischen Brücke in Zeiten der Stille für unser Publikum den ersten Satz der 4. Beethoven-Sinfonie herausgesucht. Das Konzert dazu fand fast genau vor 3 Jahren im Rahmen der 13. Chursächsischen Mozartwochen 2017 im König Albert Theater statt. Die heitere Grundstimmung der Symphonie erschließt sich hier eben nicht sofort, denn Beethoven notiert die Adagio-Einleitung in dunklem b-Moll. Sein erster Satz ist dabei für mich in dieser Zeit ein faszinierendes Tonbild zur Situation derzeit: Erst langsam, ja behutsam dringt die Musik durch verschiedene Moll-Harmonien heraus, plötzlich bricht hier im Allegro vivace das energiegeladene Leben in B-Dur hervor. Licht gegen Dunkelheit – das Licht siegt: Ein fulminantes Zeichen der Hoffnung!«

GMD Florian Merz
Chefdirigent & Geschäftsführender Intendant