• GMD Florian Merz

Florian Merz - Zur Person

Vom jungen Musiker zum Dirigenten

  • Portrait Florian Merz

    Frühe Berufung: Dirigent Florian Merz

Florian Merz, 1967 in Düsseldorf geboren, gründete im Alter von 15 Jahren – noch vor seinem Musikstudium an der Wiener Musikhochschule (1984-88/Diplom) – die Klassische Philharmonie Düsseldorf, mit der er bis 1993 neben regelmäßigen Symphoniekonzerten 18 Opernproduktionen (u.a. in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg) aufführte. 1992 war er Stipendiat des Richard Wagner Verbandes für die Bayreuther Festspiele. Schon zu Beginn seiner Laufbahn fand Florian Merz den künstlerischen Leitfaden in der historischen Aufführungspraxis: Die entscheidenden persönlichen Anregungen erhielt er dabei von Künstlern wie Nikolaus Harnoncourt und Roger Norrington.
Seine in dieser Zeit entstandene Gesamteinspielung der Orchesterwerke Robert Schumanns erhielt von der amerikanischen Fachzeitschrift »CD-Review« die Auszeichnung »Best CD of the Year 1993«.Während seiner Studienzeit übernahm er außerdem die künstlerische Leitung der Wiener Mozart Solisten, mit denen er von 1985 bis 1988 in ganz Österreich, so zum Beispiel bei renommierten Festivals wie den »Wiener Festwochen« und den »Haydn Festspielen Eisenstadt«, konzertierte.

Zweite Heimat: Bad Elster | Sachsen im Herzen Euorpas!

  • Dirigentenportrait Florian Merz

    Bad Elster aus Leidenschaft - GMD Florian Merz

Seit der Spielzeit 1991/92 ist Florian Merz Chefdirigent - damals jüngster Chefdirigent Deutschlands - der in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster beheimateten Chursächsischen Philharmonie, mit der er sich auf die historische Aufführungspraxis mit Originalinstrumenten aus Barock, Klassik und Romantik spezialisiert hat. Als Generalmusikdirektor leitet er hier neben Orchesterkonzerten – insbesondere mit der Chursächsischen Philharmonie - regelmäßig Musiktheaterproduktionen (Oper, Operette, Ballett) u.a. in Zusammenarbeit mit der Semperoper Dresden, den Landesbühnen Sachsen sowie führenden tschechischen Theatern. Zudem gründete er 1996 das EUCHESTRA EGRENSIS als völkerverbindenden deutsch-tschechischen Klangkörper.
Nach erfolgreichen Debüts an der Ungarischen Staatsoper Budapest (1998) und der Tschechischen Staatsoper Prag (2001) war er u.a. dort mehrfach als Gastdirigent für Italienische Opern des Bel Canto eingeladen. Im Bereich Symphonik war Florian Merz ständiger Gastdirigent beim Radio Symphonie-Orchester Pilsen (1994-99), beim Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau (2000-2001), bei der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach (2000-2010), seit 2010 beim Orchester Concerto Brandenburg (u.a. Leitung der Silvesterkonzerte in der Berliner Gedächtniskirche) und – seit 2013 –  beim Tschechischen National Sinfonieorchester Prag.

Musik grenzenlos

  • GMD Florian Merz bei der Ballettvorstellung
mit der Semperoper Dresden anlässlich der 
13. Chursächsischen Festspiele 2013

    GMD Florian Merz bei der Ballettvorstellung
    mit der Semperoper Dresden anlässlich der
    13. Chursächsischen Festspiele 2013

Er produziert regelmäßig CD’s mit Orchestern wie z.B. den Bamberger Symphonikern/Bayerische Staatsphilharmonie, den Rundfunkorchestern des SWR und WDR, der Radio Philharmonie Hannover des NDR. Im Jahr 2000 wurde für seine Produktion »Symphonic Cinema« der Solist Ulrich Herkenhoff mit dem »Echo Award« der Deutschen Phono-Akademie ausgezeichnet. Für die CD-Produktion »Ernst Krenek-Violinkonzerte« erhielt Florian Merz gemeinsam mit Peter Rosenberg (Violine) und den Bamberger Symphonikern/Bayerische Staatsphilharmonie 2001 den begehrten Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Darüber hinaus dirigierte Florian Merz als Gast bisher über 60 Orchester in den Musikzentren fast aller europäischen Staaten, in Brasilien, Mexiko und den USA.

GMD Florian Merz ist zudem seit 2002 Geschäftsführender Intendant des König Albert Theaters Bad Elster/Chursächsische Veranstaltungs GmbH sowie der Chursächsischen Philharmonie.

2014 gründete er in Bad Elster die »Chursächsischen Meisterkurse Bad Elster« zur Förderung des internationalen Streicher-Spitzennachwuchses, die er bis heute leitet. Lehraufträge erhielt er seit 1997 u.a. an der Johannes Gutenberg-Universität/Hochschule für Musik Mainz, den Landesmusikakademien Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie der Universität Brasília.

Aufgrund seiner herausragenden Leistungen für Sachsen wurde ihm 2013 die höchste Auszeichnung des Sächsischen Königshauses, die St. Heinrichs Nadel, verliehen. 2014 erhielt er den renommierten deutsch-tschechischen Ehrenpreis der EUREGIO EGRENSIS, 2016 wurde er zum »Botschafter des Vogtlandes« berufen. Im Jahr 2017 wurde GMD Florian Merz für sein kulturelles und gesellschaftliches Engagement vom Freistaat Sachsen mit der Sächsischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet.