General, Probe & Musik!

Ein kurzes Probengespräch mit GMD Florian Merz

veröffentlicht am 1. März 2019 13:51 Uhr

Bad Elster/CVG. Im Zuge der Chursächsischen Meisterkurse und der derzeitigen Proben kurz vor dem Symphoniekonzert »Junge Meister & Romantik« am Sonntag, den 3. März um 15.00 Uhr im König Albert Theater haben wir den Dirigenten, Herrn GMD Florian Merz, kurz zum Programm befragt, um etwas mehr über die musikalische Orchesterarbeit im Vorfeld zu erfahren. Viel Vergnügen!

Was ist die schönste Stelle des Konzertes?
Der ganz einfache musikalische Vortrag des ursprünglichen Rokoko-Themas vor Tschaikowskys Rokoko-Variationen quasi als »Quelle« der folgenden Bearbeitungen.

Was ist die größte Herausforderung des Programms?
Junge Solist*innen haben auf der Bühne ein völlig anderes, spontaneres Verhalten als ältere Routiniers. Dem spontanen Musizieren der vielen Solist*innen aus verschiedenen Kulturen, die zudem oft die Werke zum ersten Male mit Orchester aufführen, genügend Freiraum zu geben, verlangt vom Dirigenten mittleren Alters eine wieder jugendliche Herangehensweise. Schön!

Warum der Titel »Junge Meister & Romantik«?
Der Titel entspricht offensichtlich dem Programm – auch doppeldeutig: Denn auch die heute aufgeführte Musik sind Großteils Jugendwerke der Komponisten.

Welches Werk möchten Sie unbedingt auch zukünftig aufführen?
Webers »Ungarese«. Klingt, egal ob mit Solo-Viola oder Solo-Fagott musiziert - Weber komponierte das Werk wahlweise für diese beiden Instrumente – einfach immer gut. Diese Musik verbreitet auch in tristeren Momenten bodenständige  Freude!

Welche Partitur liegt zur Zeit in Ihrem Arbeitszimmer?
Das Ballett »Manon« von Glasunow. Jetzt, wo wir viel Tschaikowsky aufführen, passt das gleichfalls russische Werk für meine Studierarbeit wunderbar!

Herr Merz, wir danken Ihnen für dieses Probeninterview!